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Pressemitteilung vom 18.01.2010

Abschied vom Elternwillen?

Pädagogisches Forum am 3. Februar in Göttingen – Neues Veranstaltungsformat im Rahmen der Bildungsregion Göttingen

Göttingen.

„Eltern raus … der neue Streit um die Schulempfehlung“: Mit diesem Veranstaltungstitel starten das Pädagogische Seminar der Universität Göttingen und die vier Trägerorganisationen der „Bildungsregion Göttingen“ ihre neue Reihe „Das Pädagogische Forum“. Die öffentliche Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 3. Februar, von 18.00 bis 20.00 Uhr im Pädagogischen Seminar in der Baurat-Gerber-Straße 4/6 in Göttingen.

Anlass für die Themenstellung bot der Beschluss des FDP-Landesparteitags vom 28. November 2009, den Elternwillen beim Übergang von der vierten in die fünfte Klassenstufe zur Disposition zu stellen. Die Freidemokraten fordern, dass bei der Wahl der weiterführenden Schule stärker die fachliche Einschätzung der Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen zum Tragen kommt und die Wunschvorstellungen der Eltern über die Schullaufbahn der Kinder an die zweite Stelle rücken. In Konfliktfällen soll zunächst ein Beratungsgespräch stattfinden. Kommt es hier zu keiner Verständigung, soll es möglich sein, durch einen bestandenen Eignungstest die Schullaufbahnempfehlungen der Grundschulen zu korrigieren.

Nach der Stellungnahme des FDP-Landtagsabgeordneten Christian Grascha (Einbeck) nimmt die Leiterin der Abteilung Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik des Instituts für Erziehungswissenschaften der TU Braunschweig, Dr. Katja Koch, eine wissenschaftliche Bewertung des Vorschlags vor. Jens Haepe, Leiter der Haupt- und Realschule Groß Schneen, beschreibt das Übergangsproblem aus Sicht einer aufnehmenden Schule. Im Anschluss erfolgen Stellungnahmen eines Elternvertreters und eines Grundschullehrers. Die Begrüßung und die Einführung in das Thema übernimmt Prof. Dr. Hermann Veith vom Pädagogischen Seminar der Uni Göttingen.

Die Bildungsregion Göttingen war 2007 entstanden aus einer parteiübergreifenden Initiative der Landtagsabgeordneten Dr. Gabriele Andretta, Dr. Harald Noack und Stefan Wenzel. Gemeinsame Träger sind die Bürgerstiftung Göttingen, der Verein „Schule und Wirtschaft“, die Bildungsgenossenschaft (BIGS) und der Regionalverband Südniedersachsen. Unter dem Dach der „Bildungsregion Göttingen“ leisten sie Beiträge zur Verbesserung der Übergänge. Sie richten Fach- und Bildungskonferenzen, haben das Konzept „SchulBetrieb“ entwickelt und die regionale Koordination des Bundesprojektes „Haus der kleinen Forscher“ übernommen.

Das „Pädagogische Forum“ soll künftig drei Mal pro Semester stattfinden und Pädagogen sowie Vertreter von Eltern, Schülern und Kommunen einladen, sich zu aktuellen bildungspolitischen Fragen auszutauschen, Trennendes zu benennen und nach Verbindendem zu forschen. Die Veranstaltungsreihe findet in verschiedenen Orten Südniedersachsens statt.

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