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Pressemitteilung vom 16.03.2010

Auf der Suche nach dem direkten Weg ins Arbeitsleben

Bildungskonferenz am 22. April in der Stadthalle Göttingen – Erstmals Kombination mit einer Bildungsmesse

Pressefoto
Wissenschaftsminister Lutz Stratmann
Göttingen.

Unmittelbar von der Schulbank in den Beruf? Dieser direkte Weg gelingt inzwischen gerade mal jedem zweiten Jugendlichen. Was Schulen, Kommunen, Unternehmen, Kammern und die Arbeitsagentur leisten können, um die Übergänge zu verbessern, ist Thema der siebten Bildungskonferenz der Bildungsregion Göttingen. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 22. April, um 10.00 Uhr in der Stadthalle Göttingen. Das erste Fachforum beginnt um 12.00 Uhr. Zu den Zielgruppen der Veranstaltung gehören Bildungspolitiker, Lehrer, Elternvertreter und andere Akteure aus dem Übergangssektor der Landkreise Northeim, Osterode am Harz und Göttingen einschließlich der Stadt Göttingen.

Die Bildungskonferenz findet statt im Rahmen der ersten Bildungsmesse, die die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen (BIGS) federführend vorbereitet. Der Niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann sowie der Göttinger Bildungsdezernent Ludwig Hecke werden die Messe um 10.30 Uhr eröffnen. Im Anschluss erfolgt ein Rundgang zu den rund 50 Ausstellern, die Messebesucher über Weiterbildungs- und Beratungsangebote informieren. Aktionen an den Ständen versprechen einen interessanten Messebesuch.

„Wie gelingt der Übergang von der Schule in den Beruf? Welche Pläne und tatsächliche Wege verfolgen junge Schulabsolventen nach dem Verlassen der Schule?“: Zu diesem Thema referieren ab 12.00 Uhr Matthias Müller vom Deutschen Jugendinstitut (DLI, München) und Nils Pagels (Zoom – Gesellschaft für prospektive Entwicklungen, Göttingen).

Die Bedeutung von Auslandsaufenthalten und der europäischer Kooperation in der Berufsausbildung erläutern Maria Casan (Jobstarter-Projekt Movida, Ausbilden in Europa) von der Volkshochschule Göttingen sowie Caroline Meuman, Mobilitätsberaterin der IHK Hannover.

Der dritte Vortragsblock mit anschließender Diskussionsmöglichkeit befasst sich mit dem Übergangssystem als Herausforderung für die Bildungspolitik. Referieren wird zu diesem Thema Prof. Dr. Arnulf Bojanowski vom Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leipniz-Universität Hannover. „Jugend: Von der Schule in die Arbeitswelt – Bildungsmanagement als kommunale Aufgabe“: So lautet das Vortragsthema von Dr. Wilfried Kruse von der Sozialforschungsstelle Dortmund.

Zum Abschluss der Bildungskonferenz sprechen Dr. Bettina Kohlrausch vom Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) und Jens Renneberg (Berufsstartbegleiter des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft) über das Thema „Chance oder Sackgasse? Praxisorientierter Unterricht für gering qualifizierte Hauptschülerinnen und Hauptschüler“.

Die Bildungskonferenzen veranstaltet der Regionalverband Südniedersachsen in enger Abstimmung mit der BIGS, der Bürgerstiftung Göttingen und dem Verein „Impuls – Schule und Wirtschaft“. Finanziell und fachlich unterstützt wird der Prozess von der Niedersächsischen Landesregierung.

Den Ausgangspunkt für diese Veranstaltungsreihe bildete eine Initiative, die die Landtagsabgeordneten Dr. Gabriele Andretta (SPD), Dr. Harald Noack (CDU) und Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) bereits im Jahr 2006 Wahlkreis- und Partei übergreifend gestartet hatten. Gemeinsame Erkenntnis: Die Zukunftsfähigkeit der Region hängt vom Verlauf der Bildungsbiographien der Kinder und Jugendlichen ab. Die Initiatoren gingen dabei von der Erkenntnis aus, dass kurzfristige - zumal messbare - Erfolge der gemeinsamen Bemühungen nicht zu erwarten sind. Sie verbinden deshalb die Politik des entschiedenen und konsequenten Handelns mit der Strategie des langen Atems.

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