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Pressemitteilung vom 09.04.2010

Wie Schule global lernt: Tagung ausgewertet

Entwicklungspolitisches Informationszentrum stellt Broschüre vor – Veranstaltung im Rahmen der Bildungsregion Göttingen

Pressefoto
Göttingen.

Eine zwanzig Seiten umfassende Auswertung der Fachtagung Perspektivenwechsel – wie Schule global lernt“ hat das Entwicklungspolitische Informationszentrum vorgelegt. Im Rahmen der „Bildungsregion Göttingen“ hatten das EPIZ und der Regionalverband Südniedersachsen Ende Oktober 2009 die Veranstaltung in den Berufsbildenden Schulen I (Arnoldi-Schule) in Göttingen ausgerichtet.

Im Mittelpunkt der Fachtagung stand der neue Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, der Schulen auffordert, globale Entwicklungsthemen stärker in das Schulprofil und die Curricula aufzunehmen. Auf einem Markt der Möglichkeiten hatten sich 20 Institutionen präsentiert, die Schulen bei dieser Aufgabe unterstützen.

Klimawandel, Umweltzerstörung, Armutsbekämpfung und Finanzkrise dokumentieren die engen weltweiten Verflechtungen. Sie werden jedoch vielfach nicht ausreichend wahrgenommen. Der von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit erarbeitete Orientierungsrahmen will Schulen ermutigen, jungen Menschen globale Wirkungen und Zusammenhänge näher zu bringen. Grundüberlegung: Nur so sind sie in der Lage, auch im Alltagsleben selbst wenigstens in engem Rahmen zu einer nachhaltigen Entwicklung weltweit bei­zutragen. Dies stellt, so wurde während der Veranstaltung deutlich, methodische und inhaltliche Anforderungen an eine fächerübergreifende Unterrichtsgestaltung in den Schulen.

Pressefoto 2Zum Auftakt der Fachtagung hatten Matti Spiecker von der Stiftung Welt:Klasse, Renate Borchard (ehemalige Lehrerin der Godehardschule), Heinz-Jürgen Rickert (Niedersächsischer Landeskoordinator der Unesco-Projekt-Schulen), Irina Geurtz (Schülerin des Hainberg-Gymnasiums) sowie Michael Schmidt von der Firmengruppe Otto Bock diskutiert. Sie machten deutlich, dass Globales Lernen zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt und berufliche Perspektiven verbessert. „Um Globales Lernen umzusetzen, bedarf es einer Initialzündung, die dann im Kollegium weiter getragen wird“, so Heinz-Jürgen Rickert.

Pressefoto 2Auf dem Markt der Möglichkeiten waren zahlreiche Anknüpfungspunkte für neue Kooperationen präsentiert worden. „Besonders durch Unterrichtsprojekte mit Nicht-Regierungsorganisationen öffnet sich Schule zur Außenwelt, das stärkt die Handlungskompetenzen der Schülerinnen und Schüler“, sagte Achim Beule, Berichterstatter der Kultusministerkonferenz für den Lernbereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Die Auswertungsbroschüre ist erhältlich beim EPIZ (Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen, Tel. 0551 487066) sowie beim Regionalverband Südniedersachsen e.V. (Barfüßerstraße 1, 37073 Göttingen Tel. 0551 5472810).

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