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Pressemitteilung vom 13.10.2010

Die Schule von morgen: Eine Schule für alle?

Bildungskonferenz am 3. Dezember in Einbeck zur Inklusion - UN-Konvention über Menschenrechte soll umgesetzt werden

Einbeck/Göttingen.

Gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen: Sieht so die Schule von morgen aus? Die Kernfrage nach der „inklusiven Schule“ wird die Bildungskonferenz der „Bildungsregion Göttingen“ am Freitag, 3. Dezember, ab 12.00 Uhr in den Berufsbildenden Schulen in Einbeck prägen. Zu diesem Zeitpunkt dürfte – davon zumindest gehen die Veranstalter aus – der Gesetzentwurf der Niedersächsischen Landesregierung zur Inklusion im Bildungsbereich vorliegen. Er nimmt eine UN-Konvention über die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen aus dem Jahr 2006 auf.

Foto Brugger-Paggi
Dr. Edith Brugger-Paggi

Mit dem nahezu vollständig realisierten Anspruch der „Schule für alle“ und des „Kindergartens für alle“ schildern Dr. Edith Brugger-Paggi (Freie Universität Bozen) und Dr. Susanne Abram von Schuldienst in Bozen die Situation in Südtirol. Diese Region war auch Ziel einer Reise, die Niedersächsische Abgeordnete aller Fraktionen im Frühjahr 2010 unternommen hatten, um sich konkret über Merkmale der Diskriminierungsfreiheit im Bildungssektor zu informieren.

Foto Preuss-Lausitz
Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz

Die Forderung „Auf mehreren Ebenen inklusionsfördernd handeln – Schritte auf dem Weg zur gemeinsamen Erziehung für alle“ erläutert Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz von der TU Berlin. Der Wissenschaftler wird dabei auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Umsetzung der UN-Konvention zwischen verschiedenen Bundesländern eingehen. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Ludwig von Danwitz, wird den Gesetzentwurf der Landesregierung vorstellen. An der Abschlussdiskussion am Abend nehmen neben von Danwitz auch die Abgeordneten Frauke Heiligenstadt (SPD), Christian Grascha (FDP) und Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) teil.

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen von neun Workshops, die zur vertiefenden Diskussion verschiedener Aspekte der Inklusion genutzt werden sollen. Zu den Impulsgebern zählen Helga Wendland, Leiterin der Ida-Ehre-Stadtteilschule in Hamburg, sowie Dirk Reiche, Leiter der Paul-Dohrmann-Förderschule in Hannover-Stöcken. Die Begrüßung übernehmen der Leiter der BBS, Günter Dietzek, sowie Landrat Michael Wickmann. Nina Zastrow stellt die Ergebnisse einer Befragung vor, die der Regionalverband vor Konferenzbeginn unter den Veranstaltungsteilnehmern vornehmen wird.

Zu den Ausrichtern der Konferenz, die am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen stattfindet, zählen neben dem Regionalverband die Bürgerstiftung Göttingen, die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen, der Verein „Schule und Wirtschaft“, die BBS Einbeck sowie der Beirat für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Northeim. Unterstützt wird die Konferenz durch die Göttinger Elterninitiative EIFER, das Niedersächsische Ministerium für Landesentwicklung, das Niedersächsische Kultusministerium, die Fortbildungsbeauftragte der Landesschulbehörde in Braunschweig, die Stadt Göttingen sowie die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode am Harz.

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