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Pressemitteilung vom 04.07.2011

Schönheitsideale auf dem Prüfstand

Barmer GEK und Theodor-Heuss-Gymnasium werden Lernpartner in der Initiative SchulBetrieb

Pressefoto
v.l.: Schulleiterin Dr. Ulrike Koller, Regionalgeschäftsführer Berndt Krause, Bildungsmanagerin Nina Zastrow und Bildungsdezernent Siegfried Lieske mit Schülern bei der Ratifizierungsfeier
Göttingen.

Berufsweltorientierung im Kunstunterricht – mit diesem ungewöhnlichen Ansatz startet die Lernpartnerschaft zwischen dem Theodor-Heuss-Gymnasium und der Barmer GEK im nächsten Schuljahr ihre gemeinsamen Aktivitäten. „Wir möchten mit den Schülerinnen und Schülern die Themen Adipositas und Anorexie nicht nur im Biologieunterricht diskutieren. Für das Projekt im Kunstunterricht rund um Models und Schönheitsideale ist eine Krankenkasse, die die Gesundheit der Menschen befördern will, ein idealer Partner“, erläutert Schulleiterin Dr. Ulrike Koller. Doch auch die Klassiker werden in der Zusammenarbeit eine Rolle spielen. Berndt Krause, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK: „Wir führen an Göttinger Schulen seit vielen Jahren qualifizierte Bewerbungstrainings sowie AC-Trainings durch – diese Kompetenz möchten wir auch dem THG zur Verfügung stellen. Zudem werden wir Fachvorträge, wie zum Beispiel zur Entwicklung unserer Sozialversicherung in Deutschland sowie allgemeinen aktuellen Gesundheitsthemen anbieten.“ Der Krankenkasse geht es aber auch um qualifizierte Auszubildende. „Künftige Sozialversicherungsfachangestellte absolvieren bei uns eine sehr anspruchsvolle Ausbildung und können später auf der Barmer GEK Akademie studieren – hier suchen wir jedes Jahr gute Bewerber aus der Region“, so der Regionalgeschäftsführer.

Seit Ende 2009 baut die Bildungsregion Göttingen gemeinsam mit den Kammern und der Region des Lernens Osterode am Harz die Initiative "SchulBetrieb - Schulen und Betriebe als Lernpartner" auf. „Praxisorientiertes fächerübergreifendes Lernen durch die Öffnung von Schule und Betrieb – das sind wichtige Schwerpunkte unserer Initiative“, so Nina Zastrow, Bildungsmanagerin der Bildungsregion Göttingen. Verbindliche, langfristige Zusammenarbeit – so lautet das Erfolgsrezept, sagt die Bildungsmanagerin: „Wo Aktionen zwischen Schule und Wirtschaft nicht nur Schlaglichter bleiben, sondern auf Nachhaltigkeit angelegt werden, kann eine neue Form der Kooperation entstehen. So wird die Lernpartnerschaft irgendwann selbstverständlich.“

Die Idee, Wirtschaft und Schule zusammenzubringen, ist nicht neu. Neu jedoch ist, dass Lernpartnerschaften nicht nur der bekannten Problematik von freibleibenden Ausbildungsstellen und dem durch den demographischen Wandel verschärften Arbeitskräftemangel begegnen, sondern auch die aktuelle schulpolitische Diskussion um eine fächerübergreifende Berufsorientierung aufgreifen. Schulen soll so eine Entlastung und ein deutlicher Mehrwert geboten werden - Unternehmen erhalten schon ab Jahrgang 5 die Möglichkeit, Mit-Verantwortung für die Ausbildungsreife ihrer späteren Mitarbeiter zu übernehmen: Mathe im Gewächshaus, Chemie in der Metzgerei, Deutsch in der Werbeagentur.

Am 04. Juli 2011 ging mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen die zweite Lernpartnerschaft der Initiative SchulBetrieb im Stadtgebiet Göttingen an den Start. Dr. Ulrike Koller, Schulleiterin des Theodor-Heuss-Gymnasiums und Berndt Krause, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK sprechen sich mit ihrem gemeinsamen Engagement für eine verbindliche Berufsweltorientierung auf Augenhöhe aus.

Neben Vertretern des THG und der Barmer GEK sowie der Stadt Göttingen nahmen auch Elternvertreter und Schüler an der Feier teil.

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