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Pressemitteilung vom 10.12.2013

Auszubildende reden im Klassenraum Klartext

Drei Allgemeinbildende Schulen schließen Kooperationsvereinbarungen mit der Feinbäckerei Thiele – Reuter lobt „SchulBetrieb“

Pressefoto
Holger Schwerdtfeger (Bildungsregion Göttingen), Bodo Radtke (Gerhart-Hauptmann-Schule), Brunhilde Albrecht (Schule am Botanischen Garten), Holger Auer (Wilhelm-Bendow-Schule), Landrat Bernhard Reuter und Chefin Katja Thiele-Hann

Die feierliche Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fand um zwei Uhr mittags im Seminarraum der Feinbäckerei Thiele GmbH im Göttinger Stadtteil Weende statt. Als besonderer Teilnehmer konnte Michael Zumaya begrüßt werden. Er ist Auszubildender zum Konditor bei der Feinbäckerei Thiele GmbH und nahm stellvertretend für seine jungen Kolleginnen und Kollegen an der Veranstaltung teil. Und er wusste dem Göttinger Landrat Bernhard Reuter und zwanzig weiteren Gästen der Feier zur Unterzeichnung der Kooperationsverträge zwischen drei Schulen und seinem Lehrbetrieb einiges zu berichten. Er sei mehr zufällig auf den Konditoren-Beruf aufmerksam geworden, fühle sich nunmehr aber in seiner betrieblichen Ausbildung pudelwohl. Michael Zumaya und andere Auszubildende der Feinbäckerei Thiele GmbH werden im Rahmen des Konzepts „SchulBetrieb“ der Bildungsregion Göttingen künftig Kontakt mit der Schule am Botanischen Garten in Hann.Münden, der Gerhart-Hauptmann-Schule in Northeim und der Wilhelm-Bendow-Schule in Einbeck halten. Die Bildungsregion hatte das Konzept gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Bildung-Beruf des Landkreises Osterode am Harz erarbeitet. Verantwortliche der drei Schulen unterzeichneten gemeinsam mit Firmenchefin Katja Thiele-Hann und Landrat Reuter Vereinbarungen über die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Feinbäckerei.

In ihrer Begrüßung betonte Katja Thiele-Hann, es sei viel authentischer, wenn Auszubildende in Schulen gingen, um über Berufsfelder wie Bäcker, Bäckereifachverkäufer oder Konditoren zu berichten, als wenn diese Aufgabe beispielsweise Personalchefs übernähmen. Die Feinbäckerei Thiele lege seit vielen Jahren großen Wert auf gute Ausbildung. Die Kunden erwarteten exzellenten Service und qualitativ hochwertige Produkte. Angesichts des demographischen Wandels mache die Fachkräfteausbildung langfristig den Unternehmenserfolg aus. Katja Thiele-Hann: „Wir haben deshalb gern mitgemacht, als uns Herr Schwerdtfeger von der Bildungsregion Göttingen die Möglichkeit einer Teilnahme an dem Projekt eröffnete.“ Nach Einschätzung von Landrat Reuter hat das Projekt „SchulBetrieb“ für die Regionalentwicklung einen hohen Stellenwert, weil es Jugendlichen schon frühzeitig ermögliche, verschiedene Ausbildungsberufe kennenzulernen und Einblicke in die Arbeit von Betrieben zu erhalten. Damit werde der Unterricht an den Schulen um einen stärkeren Praxisbezug bereichert. Mit dem Projekt „SchulBetrieb“ leiste der Regionalverband einen Beitrag im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Für den Mitunterzeichner, den Northeimer Landrat Michael Wickmann, stellt das Projekt „SchulBetrieb“ eine exzellente Möglichkeit dar, die Attraktivität regionaler Unternehmen als Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber auch Schülern gegenüber zu dokumentieren. Da die Zukunft des Handwerks als Dienstleister besonders von der Qualifikation seiner Beschäftigten bestimmt wird, unterstützt die Handwerkskammer Hildesheim/Süd-niedersachsen die Verzahnung zwischen Schulen und Betrieben als strategischer Partner. Abteilungsleiterin Ute Sandtvoss betonte, dass das Projekt „SchulBetrieb“ dazu beitrage, die Abbrecherquoten in der dualen Ausbildung zu senken. Außerdem werde durch die engen Kontakte Begeisterung für eine Ausbildung im Handwerk in die Schulen getragen. Brunhilde Ulbricht, Leiterin der Schule am Botanischen Garten, Bodo Radtke, Leiter der Gerhart-Hauptmann-Schule, und Holger Auer, Fachleiter Arbeit, Wirtschaft, Technik an der Wilhelm-Bendow-Schule, erläuterten, wie wichtig eine berufliche Orientierung aus Sicht der Schulen sei. Holger Schwerdtfeger, zuständiger Projektmanager der Bildungsregion Göttingen, habe die Beteiligung ihrer Schulen an dem Projekt mit der Feinbäckerei Thiele so gut vorbereitet, dass Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrerinnen und Lehrer ganz sicher von den neuen Kontakten profitieren würden. Michael Zumaya zeigte sich jedenfalls während der Feierstunde gut vorbereitet auf den nächsten Tag: Er hatte die Aufgabe, den Konditoren-Beruf in einer Schulklasse vorzustellen und dabei auch einen Nachteil nicht zu unterschlagen. Nämlich das extrem frühe Aufstehen. Klartext in der Schule.

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