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Pressemitteilung vom 02.12.2014

Erste Partnerschaft mit einer Förderschule

SchulBetrieb: Unternehmen unterzeichnet Kooperationsurkunde der Bildungsregion Göttingen

Pressefoto
v.l.n.r.: Bildungsdezernent Siegfried Lieske, IHK Gö-Geschäftsführer Dr. Martin Rudolph, Bereichsleiterin der Diakonie Christophorus Sabine Lo-Becker, Bildungsmanagerin Nina Zastrow, Restaurantinhaber Roberto Ventimiglia, Schulsprecherin Nele Schmidt
Göttingen.

„Au ja, da mach ich mit. Ich esse so gerne Pizza“: Die sechzehnjährige Sina strahlt. Die Schülerband hat gerade ihren temperamentvoll vorgetragenen Auftritt und damit die kleine Feierstunde mit mehr als einhundert Kindern, Jugendlichen und Pädagogen in der Schule am Tannenberg im Göttinger Ortsteil Weende beendet. Sina hat allen Grund, sich zu freuen. Schließlich wird sie künftig nicht nur Pizza essen gehen, sondern auch Pizzateig kneten können. Im Restaurant „La Romantica“, gerade mal zweihundert Meter von der Schule am Tannenberg entfernt. Restaurantbesitzer Roberto Ventimiglia, hatte sich spontan entschieden, als erster Unternehmer in ganz Südniedersachsen mit einer Förderschule eine offizielle Lernpartnerschaft im Rahmen der Initiative SchulBetrieb zu vereinbaren. Nina Zastrow, Bildungsmanagerin der Bildungsregion Göttingen, hatte den Geschäftsmann auf die Möglichkeit angesprochen, sich an dem Konzept „SchulBetrieb“ aktiv zu beteiligen. Ventimiglia entschied: Ich mache mit. Klar doch.

So war es denn für den Bildungsdezernenten der Stadt Göttingen, Siegfried Lieske, und den Leiter der Göttinger IHK-Geschäftsstelle, Dr. Martin Rudolph, Ehrensache, zur feierlichen Unterzeichnung der Urkunde in die Schule am Tannenberg zu kommen und ein bisschen über ihre tägliche Arbeit zu berichten. Lieske sprach davon, dass er sich vom Rathaus in Göttingen aus darum kümmert, dass alle Schulen im Stadtgebiet gut arbeiten. Rudolph wurde konkreter und versprach, dass sich die IHK zukünftig auch vermehrt darum kümmern werde, Förderschüler besser in das Berufsleben zu integrieren. Schließlich solle jeder Jugendliche mit seinen unterschiedlichen Fähigkeiten und Kompetenzen eine Chance bekommen. Die zwischen Ventimiglia und der kommissarischen Leiterin der Schule am Tannenberg, Fanny Bader, sowie Sabine Lo-Becker als Bereichsleiterin der Diakonie Christophorus unterzeichnete Urkunde ist auf diesem Weg ein kleiner, wenn auch wichtiger Schritt. Auszubildende der Pizzeria und Firmenchef Ventimiglia werden künftig häufiger in die Schule kommen und über ihren Arbeitsalltag berichten. Noch wichtiger: Förderschüler werden in kleinen Gruppen in die Pizzeria kommen, dort in der Küche helfen und – danach Pizza essen. Sina hat also künftig einen Grund mehr, sich auf das neue Jahr und viele spannende Aktionen mit dem Restaurant La Romantica zu freuen.

Die neue Lernpartnerschaft wurde an diesem Vormittag nicht nur beurkundet, sie wird künftig nach außen auch dokumentiert. Die Bildungsmanagerin Nina Zastrow vom Regionalverband Südniedersachsen überreichte Ventimiglia und Fanny Bader Schilder, die sie an prominenter Stelle am Eingang zum Restaurant und zur Schule anbringen können. Beide versprachen: „Natürlich machen wir das auch“.

 

Foto: Lars Rohr, Schülerzeitung Hexenkessel der Schule am Tannenberg

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