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Pressemitteilung vom 30.11.2015

Man kennt sich – man schätzt sich

Initiative SchulBetrieb: Sparkasse Göttingen und Felix-Klein-Gymnasium vereinbaren Partnerschaft

Pressefoto
Göttingen.

Eine gewisse Vertrautheit im Umgang miteinander war unverkennbar – man kennt sich, man schätzt sich. Das gilt sowohl für das Verhältnis zwischen dem Vorstands-vorsitzenden der Göttinger Sparkasse, Rainer Hald, und dem Leiter des Felix-Klein-Gymnasiums (FKG) in Göttingen, Michael Brüggemann, als auch für die Verbindungen zwischen Susanne Bergau, Leiterin der Direktion Personal, und Carina Engelhardt auf Sparkassenseite sowie der Studienrätin Karin Warnecke. Sie arbeiten in vielen Projekten bereits zusammen. Jetzt jedoch wurde ihre Kooperation in eine feste Form gegossen – in die der Initiative „SchulBetrieb“ der Bildungsregion Göttingen im Regionalverband Südniedersachsen.

Gemeinsam mit der Göttinger Bürgermeisterin Helmi Behbehani unterzeichneten Hald und Brüggemann im Rahmen einer „Ratifizierungsfeier“ den Kooperationsvertrag, den die Bildungskoordinatorin Anna Wucherpfennig in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Verantwortlichen beider Partner entwickelt hatte. Er sieht ganz konkrete Formen der Zusammenarbeit vor, so können beispielsweise Schüler des FKG zukünftig das Online-Bewerbungsportal der Sparkasse ausprobieren und es werden Betriebserkundungen zu den Themen Sicherheit und Kassenbereich durchgeführt.

In einer kurzen Würdigung des Vertrags berichtete Brüggemann, wie intensiv die ersten Gespräche in seinem Büro verlaufen sind. „Wir sind dabei ganz schön ins Schwitzen gekommen – und das lag nicht nur an den Temperaturen dieses heißen Sommertages.“

Die intensive Vorarbeit hat Früchte getragen. Sparkassenvorstand Hald sprach davon, dass die bisherige Zusammenarbeit auf die „höhere Ebene der Bildungsregion“ gehoben worden sei. Zielsetzung sei es, Bildung so zu gestal-ten, dass auch komplexe Zusammenhänge einfach dargestellt werden können. Die Spar-kasse Göttingen werde ihren Beitrag dazu leisten, dass die Gymnasiasten realistische Eindrücke in den Berufsalltag einer Sparkasse erhalten. Zudem könne vermittelt werden, wie Bewerbungsunterlagen so gestaltet werden, dass junge Leute überhaupt eine Chance zu einem Bewerbungsgespräch erhielten.

Ausbildungsverantwortliche Carina Engelhardt bestätigte während einer von Anna Wucherpfennig umsichtig moderierten Diskussion, dass bei der Sparkasse zuweilen Bewer-bungsunterlagen abgegeben würden, die sowohl von der äußeren Form als auch vom Inhalt her bei Personalverantwortlichen Stirnrunzeln auslösten.

Dabei gehen bei der Sparkasse Göttingen mit 250 bis 300 noch immer ausreichend viele qualifizierte Bewerbungen ein – während andere Sparkassen sich mit Ausbildungsquoten von sechs Prozent beschieden erreicht die Sparkasse Göttingen die doppelte Quote. Und die meisten jungen Leute wechselten nach Abschluss der Sparkassen-Ausbildung keineswegs auf Universitäten, sondern nutzen die Weiterbildungsmöglichkeiten der Sparkassenorganisation und die Zusammenarbeit, die in Göttingen mit der Privaten Fachhochschule entwickelt wurde.

Die Kooperation mit dem FKG wird in den nächsten Monaten über Projekte wie das Planspiel Börse eine besondere Bedeutung erlangen. Hier geht es nicht nur um finanzielle Aspekte, sondern um das Verstehen wirtschaftlicher und politischer Zusammenhänge.

Die Göttinger Bürgermeisterin Helmi Behbehani hob die Rolle der Bildungsregion beim Übergang von den Schulen in die Betriebe hervor. Die Verantwortlichen hätten es geschafft, nicht nur in Stadt und Landkreis Göttingen, sondern auch in den Landkreisen Osterode am Harz und Northeim geeignete Partner zusammenzuführen. Insgesamt arbeiten jetzt 42 Schulen mit insgesamt mehr als 60 Betrieben in Südniedersachsen zusammen. Dabei sei eine breite Palette realisiert worden – Seniorenhäuser und Hotels gehören ebenso zu den „SchulBetriebs“-Firmen wie auch metallverarbeitende Betriebe, Samenzüchter und Kommunalverwaltungen. Helmi Behbehani: „Die Stadt Göttingen freut sich, dass sich die Bildungsregion Göttingen in dieser Form um den Übergang von der Schule in den Beruf kümmert. Das Projekt und seine Umsetzung sind wirklich vorbildlich.“

Die Ratifizierungsfeier in den Räumen der Sparkasse Göttingen wurde nicht zuletzt geprägt durch die 16-jährige Ana Mazaeva am Klavier. Die gebürtige Georgierin – die erst seit fünf Jahren mit ihren Eltern in Deutschland lebt und längst perfekt Deutsch spricht – erfreute die Gäste u. a. mit Werken von Prokofjew. Ana Mazaeva fährt mehrfach in der Woche zum Vorstudium zur Musikhochschule nach Hannover und schafft dennoch spielend ihr schulisches Pensum am FKG. Für Schulleiter Michael Brüggemann ist Ana Mazaeva eine echte Vorzeigeschülerin.

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