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Pressemitteilung vom 20.01.2016

International und in Göttingen geerdet

Initiative SchulBetrieb: Hainberg-Gymnasium und SYCOR GmbH festigen Partnerschaft auf neuer Basis

Pressefoto
Göttingen.

„Wir sind nur ein Teil der Gesellschaft – deshalb wollen wir auch keinen Einfluss auf die Lehrpläne nehmen. Unsere Aufgabe ist es vielmehr, Erfahrungen und Einblicke zu vermitteln, die den Schülerinnen und Schülern für ihre persönliche Entwicklung nützlich sein können.“ Martin Renker, Mitglied der Sycor-Geschäftsleitung, äußerte sich zurückhaltend, als er die Partnerschaft des Göttinger IT-Gesamtdienstleisters mit dem Göttinger Hainberg-Gymnasium (HG) würdigte und grünes Licht zu deren Intensivierung gab.

Zum Abschluss einer Ratifizierungsfeier vor 60 Gymnasiasten in der Aula der Schule unterschrieb Renker gemeinsam mit dem Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Oberstudiendirektor Georg Bartelt einen Kooperationsvertrag, durch den das Unternehmen und HG zu „SchulBetrieben“ wurden. Dieses Konzept hat die „Bildungsregion Göttingen“ im Regionalverband Südniedersachsen in den vergangenen sechs Jahren zu einem Erfolgsmodell entwickelt – beteiligt sind über 40 Schulen und 60 Unternehmen in den drei südniedersächsischen Landkreisen und der Stadt Göttingen.

Renker machte deutlich, dass der Bildungsbegriff deutlich mehr beinhalte als beruflich verwertbares Wissen – dass es vielmehr darum gehe, Persönlichkeiten zu entwickeln, die gesellschaftliche und politische Verantwortung zu übernehmen in der Lage sind und die ihre eigenen Interessen kompetent wahrnehmen können: „Früher gab es ausgeprägte Vorbehalte in den Schulen gegen zu enge Kontakte mit Unternehmen – das hat sich erfreulicherweise gewandelt.“

In den vergangenen Jahren hätten sich, so betonte der aus Wolfsburg stammende Renker, vielfältige Kontakte zwischen HG und Sycor ergeben – gemeinsam habe man entschieden, die Kontakte unter dem Label „SchulBetrieb“ - stärker formalisiert - auf eine neue Grundlage zu stellen. Zwischen beiden Partnern gebe es eine Reihe von Parallelen. Als UNESCO-Schule sei das Hainberg-Gymnasium international aufgestellt – wie auch die Firma Sycor mit ihren inzwischen rund 550 Beschäftigten. Beide bezögen ihre Identifikation aber durch ihre Verankerung in der Stadt Göttingen und der Region Südniedersachsen.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Schulleiter Georg Bartelt auf die vorbildliche Zusammenarbeit hingewiesen, die Sycor und das Hainberg-Gymnasium in den vergangenen Jahren entwickelt hätten. Inzwischen seien zwischen Lehrern einerseits und Beschäftigten des Unternehmens andererseits vertrauensvolle Kontakte und persönliche Freundschaften entstanden.

Für Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler lassen sich die Verbindungen zwischen den beiden Partnern mit dem Stichwort „Win-Win“ nur unzureichend umschreiben. Es habe sich eine Verknüpfung ergeben, aus der die Schülerinnen und Schüler konkreten Nutzen für ihre Schullaufbahn und darüber hinaus für die persönliche Entwicklung zögen. Der Unterricht werde reicher und interessanter – andererseits erhalte Sycor die Möglichkeit, Jugendliche kennenzulernen, die sich nach Abschluss ihrer Schulzeit für eine betriebliche Ausbildung im Haus der Ottobock-Tochter interessierten. Wichtig sei es, regional zu denken und sich nicht nur auf das Stadtgebiet Göttingen zu beschränken.

Jan Karsten-Brandt (Sycor HR Management, Professional Development) betonte, Bewerberinnen und Bewerber müssten keine vertieften IT-Kenntnisse mitbringen – das vermittle Sycor den jungen Leuten schon selbst. Was sie mitbringen müssten seien jedoch Begeisterungsfähigkeit für die IT-Berufe, Kommunikationsfähigkeit, soziale Kompetenzen und Neugierde. Die Unterzeichnung des SchulBetrieb-Vertrags sei jedenfalls in den Beziehungen zum Hainberg-Gymnasium für Sycor ein evolutionärer Schritt.

Für die Bildungsregion Göttingen hatte die Bildungskoordinatorin Anna Wucherpfennig diese Weiterentwicklung der Partnerschaft zwischen der SYCOR GmbH und dem Hainberg-Gymnasium vorbereitet. Die Studienrätin übernahm auch die Moderation der Veranstaltung, die musikalisch durch das „No-Name-Orchester“ des Hainberg-Gymnasiums unter Leitung von Dirk Apel begleitet wurde. Die Schülerfirma „macadamiafans“ bot Nüsse aus eigenem Import zum Probieren und Kaufen an.

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