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Pressemitteilung vom 15.03.2016

Sprachförderung: Lebhafte Resonanz auf das erste Pädagogische Forum der Bildungsregion

Lehrkräfte aus Berufsbildenden Schulen diskutieren mit Experten aus Arbeitsagentur, Kommunalverwaltungen und Kammern

15.03.2016 Göttingen. Wer stellt eigentlich ein Sprachdiplom aus? Soll ich Traumata im Unterricht thematisieren? Kann ich mit gutem Gewissen meine Osterferien genießen, wenn ich weiß, dass meine Schüler den Unterricht in dieser Zeit vermissen? Grundsätzliche wie auch ganz praktische Fragen prägten das erste Pädagogische Forum, das die Bildungsregion Göttingen für Lehrerinnen und Lehrer von Sprachförder- und SPRINT-Klassen der Region in den Räumen der Arnoldischule in Göttingen ausgerichtet hat.

Der Beratungs- und Diskussionsbedarf all derer, die sich mit der sprachlichen und sozialen Integration von Zuwanderern befassten, ist groß. Und so vereinbarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Lehrkräfte aus elf Berufsbildenden Schulen sowie Experten des Landkreises Göttingen, der Landesschulbehörde, der Arbeitsagentur sowie von IHK und Handwerkskammer – die individuellen Kontakte auszubauen und sich vor der Sommerpause 2016 in diesem Rahmen erneut zu treffen.

Oberstudiendirektor Rainer Wiemann hatte in seiner kurzen Begrüßung darauf hingewiesen, dass viele Berufsbildende Schulen bereits Sprachförder- und SPRINT-Klassen (Sprache und Integration) eingerichtet hätten – in der Praxis tauchten aber immer wieder Fragen auf, die für Schulleitungen und Lehrkräfte nicht ohne Weiteres zu beantworten seien. Deshalb sei es zu den Überlegungen gekommen, ein Pädagogisches Forum für den Fachaustausch zu organisieren. Wiemann dankte den Verantwortlichen der Bildungsregion im Regionalverband Südniedersachsen - insbesondere den Bildungskoordinatoren Anna Wucherpfennig und Lüder Sudmann - dafür, dass sie die Wünsche der Schulen erkannt und die Ausrichtung des Forums in die Hand genommen hätten.

Anne-Dore Mädge, Koordinatorin im Sprachförderzentrum Göttingen der Landesschulbehörde, bestätigte den Gesprächsbedarf, wies aber auf das vielschichtige Informationsangebot der Landesschulbehörde hin. Sie sei der Einladung der Bildungsregion Göttingen zu dem Forum gern gefolgt und begrüße die unmittelbare und praxisorientierte Kooperation mit den Schulen.

Das von Anna Wucherpfennig und Lüder Sudmann im Anschluss moderierte Forum befasste sich mit Aspekten wie der Binnendifferenzierung innerhalb der stark heterogen zusammengesetzten Klassen, dem Umgang mit stark schwankenden Schülerzahlen, finanziellen Ressourcen, der Weiterbildung von Lehrkräften, den Kontakten zu Eltern, dem Einsatz von Dolmetschern, der Anerkennung von Schulabschlüssen und Praktika in Betrieben.

Viele Fragen konnten geklärt werden – etliche aber blieben offen. Lüder Sudmann: „Wir stehen hier am Anfang eines vielschichtigen Kommunikationsprozesses, der sicher über das Jahr 2016 hinausreicht.“ Und Anna Wucherpfennig ergänzt: „Die Bildungsregion Göttingen übernimmt gern die Aufgabe, Informationen zu vermitteln und den Erfahrungsaustausch auch weiterhin zu organisieren.“

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